5. Dezember 2011
von Redaktion
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Warum unterscheiden sich die Preise der Strompreisanbieter oft so deutlich voneinander?

Seit der Liberalisierung des Strommarktes vor einigen Jahren können Verbraucher ihren Versorger frei wählen. Die gesetzlichen Auflagen trennten die Stromhersteller von den Betreibern der Stromnetze. So können einzelnen Haushalte den Vertragspartner zur Einspeisung in das Stromnetz wählen. Der Vergleich der zahlreichen Anbieter fördert erhebliche Preisdifferenzen bei den erhobenen Strompreisen zu Tage. Die abweichende Preisgestaltung kann verschiedene Ursachen haben.

Die Erzeugung von Strom kann auf unterschiedliche Art erfolgen. Der Einsatz von Kohle, Öl oder Gas als Primärenergie hat für den verwendeten primären Energieträger abweichende Kosten. Atomkraftwerke werden in der zukünftigen Stromversorgung keine Rolle mehr spielen. Regenerative Energien sind dagegen auf dem Vormarsch. Wasser- und Windkraft werden durch Biogasanlagen und Photovoltaik ergänzt. Aus diesen und weiteren Energiequellen stellt jeder Anbieter seinen sogenannten Strommix zusammen. Die Kosten für die abgegebenen Kilowattstunden setzen sich daher aus mehreren verschiedenen Erzeugungsvarianten zusammen. Jedes Unternehmen hat eine abweichende Zusammensetzung des angebotenen Stromes und damit unterschiedliche Preise.

Unternehmen mit besonderer Ausrichtung ihrer Geschäftsphilosophie können aus der Masse der Anbieter mit höheren Preisen herausstechen. Besteht der Strommix ausschließlich oder überwiegend aus regenerativ erzeugter Energie, sind regelmäßig höhere Preise zu erwarten. Die Unternehmen rechtfertigen die Preisgestaltung mit hohem Investitionsbedarf in neue Anlagen zur Produktion ökologisch nachhaltiger Energieerzeugung. Darüber hinaus ist der Betrieb der bereits fertigen Anlagen teurer als die konventionelle Stromerzeugung. Einige Anbieter verpflichten sich mit einem Teil der Einnahmen zum Bau neuer umweltfreundlicher Anlagen. Reine Ökostromanbieter müssen sich nach festgelegten Regeln zertifizieren lassen und diese Prüfungen in regelmäßigen Abständen wiederholen. Auch diese zusätzlichen Kosten werden über den Strompreis auf die umweltbewussten Kunden abgewälzt.

Einen erheblichen Einfluss auf den Strompreis hat der gewählte Tarif. Nach wie vor wird Großkunden und Haushalten mit hohem Verbrauch der Strom im Durchschnitt preiswerter angeboten. Ökologisch bewertet ist diese Tatsache eher kontraproduktiv. Zum Tarif gehört neben der voraussichtlich bezogenen Strommenge immer eine vereinbarte Vertragslaufzeit. Kurze Kündigungsfristen erzeugen bei den Stromlieferanten keine Kundenbindung und sind daher bei ihnen unbeliebt. Lange Vertragslaufzeiten werden häufig mit günstigen Strompreisen belohnt. Oft gelten sie jedoch nur für das Anfangsjahr des Vertrages und haben später höhere Strompreise zur Folge. Unterschiedliche Preise ergeben sich weiterhin aus Bonussystemen und der Bezahlungsart. Boni werden den Kunden häufig angeboten, sind aber meist an Kundentreue gebunden. Verlässt der Kunde das Unternehmen wieder, kommt der Bonus meist nicht zur Anwendung. Vorauskasse wird regelmäßig mit sehr günstigen Strompreisen belohnt. Hier ist jedoch das Risiko der Insolvenz des Anbieters und damit der Totalverlust der Vorauszahlung für den Strom gegeben.

Hier ist ein interessanter Linktipp zum Thema Stromanbieter

Und noch zwei interessante Blogposts

von Steckdose.de und Spartipps vom Tagesspiegel

5. Oktober 2011
von Redaktion
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Woher weiß man, was man studieren soll?

Mit dem erfolgreich abgeschlossenen Abitur ist eine Hürde erreicht, von der viele Gymnasiasten jahrelang geträumt haben: Die Schulzeit ist abgeschlossen und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Doch die lang ersehnte Freiheit beginnt oft weniger süß, als man sie sich in den langen Jahren erträumt hat. Viele haben mit den Fragen zu kämpfen, was soll ich studieren, oder welches Studienfach soll ich wählen, an welcher Universität soll ich mich  einschreiben und in welcher Stadt soll ich das Studium beginnen. Es gilt viele Faktoren abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, die aus der Ferne betrachtet leichter aussahen, als sie tatsächlich sind.

Dabei sollte man jedoch nicht verzagen und erst einmal in sich hineinhorchen: Welcher Beruf klang schon lange verlockend, auf welchem Gebiet liegen die Interessen und worüber wollte man schon immer viel mehr wissen, als in der Schule zu erfahren war? Natürlich müssen auch die Stärken und Schwächen abgewogen werden, um sich nicht aus reinem Interesse für ein Studienfach zu entscheiden, dessen Anforderungen vielleicht zu hoch sind. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, noch einmal die Schulfächer zu überdenken: In welchem Bereich waren die Noten besonders gut und auch ohne große Mühen zu erreichen? Welchem Lehrer lauschte man angespannt mit hochrotem Gesicht und brennendem Interesse? Ein Studienfach, für das man wirkliche Leidenschaft aufbringen kann, lässt sich oft leichter studieren als eine Wissenschaft, der man nur mäßiges und rationales Interesse entgegenbringen würde. Viele Schulen bieten bereits während der Kollegstufenzeit Sprechstunden mit fachkompetenten Beratern, die im persönlichen Gespräch Interessen und Begabungen abwägen und gezielte Tipps für die Wahl des geeigneten Studiums geben können.

Auch Jobcenter und Agenturen für Arbeit offerieren Beratungstermine für Schulabsolventen auf der Suche nach der geeigneten Zukunft. Ebenso empfiehlt es sich, in einem Gespräch mit dem Lehrer des Lieblingsfaches oder dem Kollegstufenbetreuer Interessen und Wünsche auszuloten und so leichter eine Wahl treffen zu können. Wer unmittelbar nach dem Abitur keine direkte Vorstellung seiner beruflichen Zukunft hat und noch nicht bereit ist, eine Entscheidung zu treffen, kann sich auch zuerst für ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt entscheiden. Während dieser Zeit kommt man besser zu sich, erlernt wichtige Kompetenzen und macht prägende Erfahrungen, welche die Wahl eines Studienfaches erheblich erleichtern können. Auch eine Schnuppertour zu verschiedenen Universitäten vor Beginn des Semesters wäre eine gute Option: So sieht man die Institution und die potenzielle neue Heimat, lernt vielleicht vor Ort ältere Studenten kennen, die mit guten Tipps und Empfehlungen weiterhelfen können und bekommt wertvolle Hilfe bei der Entscheidung. Außerdem kann eine solche universitäre Rundreise viele neue Erlebnisse und Erfahrungen mit sich bringen und in angenehmer Form mit einem Städteurlaub verbunden werden.

9. September 2011
von Redaktion
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Psycho-Stress im Studium? Wir haben was dagegen!

Wer aktuelle Studien über den Alkohol- und Medikamentennutzung deutscher Studenten liest, dem wird schnell klar: Unsere zukünftige Elite kämpft permanent mit Druck, Stress und hohen Leistungserwartungen. Der Grund: Ein Studium bringt heute oftmals die geistige und körperlichen Belastungen eines Fulltime-Jobs mit sich. Erschwerend: Viele Studenten müssen kellnern oder Hilfsjobs annehmen, um sich ihre Ausbildung überhaupt finanzieren zu können.

Jeder vierte angehende Akademiker leidet unter chronischen physischen Schmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Und etwa jeder achte beobachtet bei sich depressive Stimmungen. Bedenklich: Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Überforderung oder Angst sind heute grauer Alltag an den Unis.

Experten sehen dafür unterschiedlichste Ursachen. Zum einen fehlen oft Rückzugszonen, wo man sich in einem Massagesessel entspannen kann. Zum anderen haben wir heute ein stark verschultes Studium bei dem nicht nur Leistung, sondern auch Anwesenheit zählt. Jede Klausur, jedes Seminar und jedes Referat beeinflussen die Abschlussnote. Dadurch entsteht die emotionale Stimmung, auf keinen Fall versagen zu dürfen.

Sport kann zum Stress-Abbau beitragen. Genauso bewusste Entspannungszeit. Auch Lern-Pausen oder Ruhetage, an denen nichts fürs Studium gemacht wird, sollten eingeplant werden. Ergänzend kann man Angebote nutzen, wie sie die Büros für Hochschulsport bereithalten. Einen Arzt sollte man dann aufsuchen, wenn Schlafstörungen Konzentrationsschwierigkeiten, Nervosität oder hoher Blutdruck auftauchen. Man sollte dann erklären, was innerhalb des Uni-Alltags als belastend empfunden wird.

Informationen zu diesem Themenkomplex erhalten Interessierte beim Studentenwerk sowie bei vielen Gesundheitskassen und beim AStA. Wir wünschen allen viel Spaß und Erfolg bei Ihrem Studium!